Mangelnde Neutralität der Presse
Windindustrie-Organisationen weltweit
Energetische Unwörter aus der Ideologie-Box
Energie-Sparvorschläge
Umweltminister
Das böse, böse CO2

Mangelnde Neutralität der Presse

Die Presse Deutschlands ist völlig von der Rolle in der im Juli 2008 laufenden Diskussion um explodierende Energie-Kosten und den weltweiten massiven Ausbau der Kernenergie
Fast täglich wird der Kontext zwischen KK-Abschaltung und Substitution durch "Zukunftsorientierter "Renewable"-Energie postuliert. Die Mehrkosten durch das EEG werden völlig negiert. Hier eine Tabelle mit einem Schnappschuss von wenigen Tagen Anfang Juli 2008:


Organ

Extrakt

Kommentar

Pforzheimer Zeitung

... überhaupt nötig sei, über eine Verlängerung der Laufzeiten nachzudenken, denn "im Endeffekt wird so das Energie- und Klimaproblem doch nur in die Zukunft verschoben.

ohne

Südwest Presse

...Sellafield, Tschernobyl, Forsmark, Krümmel, Brunsbüttel - alles halb so wild? Wer jetzt die unveränderte Gefahr, die von der Kernspaltung ausgeht, als Restrisiko verharmlost ...

Lediglich in Chernobyl gab es einige Tote, natürlich zu viel, aber jede Technik hat Defizite.

Ost-Thüringer Zeitung

Verlogen ist nur die Milchmädchenrechnung, mit der man die Bürger für dumm verkaufen will: Atomenergie gleich Niedrigpreise."

KKW-Strom 2,5 Ct., B-Kohl2 2,5 Ct., Windstrom 10 Ct., Solar- 40 Ct.

Abendzeitung  (München)

.. rechnet dann auch vor, dass eine längere Laufzeit dem Verbraucher rein gar nichts bringe:

s.o.

Kieler Nachrichten

.. Kernenergie und regenerative Energieträger gegeneinander auszuspielen. Beide gehören in einem verantwortbaren Energiemix zusammen solange, bis ein ausreichender Ersatz für die Kernkraft gefunden ist

Kernkraft ist für viele hundert Jahre die einzige gesichert verfügbare, Erneuerbare können es nie sein.

Der neue Tag (Weiden)

Statt die Sauriertechnik wiederauferstehen zu lassen, ist Deutschland gut beraten, seinen Titel als Weltmeister beim Export von Öko- Technologie zu verteidigen.

Den Titel will sonst niemand.

Die Glocke

Vor dem Hintergrund steigender Energiepreise setzt die Bundesregierung verstärkt auf Windparks

s.o.

Der Tagesspiegel

…Kapitalmarkt stärker in den Klimaschutz einzubeziehen. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, um Investitionen für Zukunftstechnologien zu gewinnen.

Heißt: EEG-Sätze erhöhen

Bildzeitung

Die Kanzlerin hofft auf neue Wege wie die zweite Generation der Biokraftstoffe produziert aus Abfall und Reststoffen

Mickey-Mäuse

Süddeutsche Zeitung

...jahrelange Kampagne der Atomindustrie Wirkung zeigt – die sich an Atomfreundlichen Umfrage-Ergebnissen... Aber solche Kampagnen sind Kartenhäuser..

Nach wie vor ist die Mehrheit der Deutschen im Gegensatz zum Rest der Welt gegen KKW-Neubauten Dank der Jahrzehntelangen Anti-KK-Indoktrination.

Financial-Times Deutschland

Selbst wenn jedes Jahr 32 neue KKW ans Netz gehen würden ... würde die Kernenergie nur 6 % zur Lösung der Probleme beitragen ... die Erneuerbaren 21%

Es gibt keine ausbaufähigen "Erneuerbaren" Energien. Wind uns Sonne sind unsicher, Wasser ist weltweit praktisch ausgeschöpft und zu kostbar.

NRZ Neue Rheinzeitung

In exponierter Position unkommentiertes Interview mit dem erklärten Renewable-Verfechter Trittin

Überflüssig (*)

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Unkommentiertes Interview mit dem Solar-Vertreter Hermann Scheer

Überflüssig (*)

Berliner Zeitung

Der Regierende Bürgermeister hat den Klimaschutz als zentrales Arbeitsfeld entdeckt

Im Land Berlin gibt es sehr viel wichtigere Themen

Der Tagesspiegel

Der Markt wird grün

Und was kostet das?

(*) Interview-Inhalte mit erkennbaren Fehlinformationen bedürfen der Richtigstellung durch das Presse-Organ, das ist auch nach Presse-Gesetz vorgegeben. Der Verzicht auf derartige Richtigstellungen ist für das Organ eine problemlose Vorgehensweise bei der Indoktrination.

Die hier aufgeführten Organe sind an Hand eines exemplarischen Beispiel gelistet. Sie arbeiten systematisch mit an der Beeinflussung der Bürger in Richtung "Renewables sind die Zukunft", damit promoten sie die EEG-Profiteure.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit: Aussage eines Vertriebsmitarbeiters einer der oben aufgeführten Medien: Sie werden kaum eine Zeitung in Deutschland finden, die einen Artikel mit einer konträren Diktion veröffentlicht.

Untersuchung der Universität Hamburg über die politische Ausrichtung von Journalisten


Windindustrie-Organisationen weltweit

Folgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit / Siehe auch EU am Kopf dieses Dokumentes.

 

AWEA American Wind Energy Association

Czech Society for Wind Energy

Danish Turbine Owners Association

Danish Wind Industry Association

Estonian Wind Power Association

European Wind Energy Association

Faroe Islands Wind Energy Association

Finnish Wind Power Association

Finnish Wind Energy Association

FME – Groep Windenergie (Netherlands)

FOI – Aeronautics FFA (Sweden)

France Energie Eolienne

Hellenic Association of Wind Energy Investors

Hellenic Wind Energy Association

Hrvoje Pozar Energy Institute (Croatia)

Hungarian Wind Energy Association

Hungarian Wind Energy Scientific Association

Indian Wind Energy Association

Indian Wind Turbine Manufacturers Association

INEGI (Portugal)

International Association of Wind Engineering

Irish Wind Energy Association

IRO Offshore Wind Energy Group (Netherlands)

ISES Italia (Italy)

Japan Wind Energy Association

Japan Wind Power Association

Korean Wind Energy Research Group

Latvian Wind Energy Association

Netherlands Wind Energy Association

New Zealand Wind Energy Association

Nigerian Wind Energy Association

Norwegian University of Science and Technology

Plataforma Empresarial Eolica (Spain)

Polski Rejestr Statkow SA (Poland)

Romanian Wind Energy Association

Russian Association WindPower Industry

SER (France)

South African Wind Energy Association

Suisse-Eole (Switzerland)

Swedish Wind Energy Technology Group

Turkish Wind Energy Association

Ukranian Wind Energy Association

VIS (Sweden)

VIS Venti Association for Supporting Wind Energy (Poland)

Wirtschaftsverband Windkraftwerke e.V. (Germany)

 
Gabriel war Trittins "würdiger" Nachfolger und Dr. Röttgen?
Trittin hatte rationale Ziel: Deutschlands Volkswirtschaft zu zerstören und Grüne Stimmen zu sammeln.
Gab es erkennbare rationale Ziele bei Gabriel? Und gibt es für ihn relevante Umweltthemen ausser CO2. Kyoto und Weltuntergang, z.B. den Deutschen Wald, die Fauna, die Natur im Allgemeinen? Sicher gibt es da noch die böse, böse Kernkraft!
Heute wissen wir es, es war ein Instrument auf seinem erfolgreichen Wege an die Macht in der SPD.
Aber wie wird das 2013 bei der Bundestagswahl für die SPD ausgehen.

Und was kommt nun unter Schwarzgelb. Die Abschaltung der KKW wird wohl vollzogen. Nächste Nagelprobe ist der unter rot-grün und rot-schwarz kräftig angeschwollene Apparat des BMU, voll mit Öko- und Green-Ideologen. Warten wir ab, was sich in  des BFS verändert (oder auch nicht!) (BFS = Bundesamt für Strahlen-Schutz). Vermutlich nichts, die Behauptung von Dr. Röttgen, dass ein Haushalt mit nur 5,95 Euro jährlich durch das EEG belastet wird (tatsächlich direkt und indirekt bei 420 EUR in 2010), lässt sein Gedankengut und seine Methodik klar erkennen.

In der Jahres-Ansprache vor dem BEE (Bundesverband Erneuerbare Energien) formuliert der Bundesumweltminister die Notwendigkeit einer Revolution im Energie-Sektor, die sich aus dem Klimaschutz und Ressourcenschonung ergäbe (offensichtlich will er schon die alternative Argumentation einleiten, wenn der CO2-Hype platzt. Im Jahre 2050 will er dann durchgesetzt haben, dass nachts in Deutschland die Sonne scheint der Wind-kontinuierlich weht. Dies ist zu schließen aus der bis dahin angestrebten vollständigen Versorgung  mit "erneuerbaren Energien".

Energetische Unwörter aus der Ideologie-Box. Irreführende Veröffentlichungen

Mit zur Indoktrination, die pausenlos mit jeder Nachrichtensendung, jeder Zeitschrift und Zeitung auf uns einwirkt, gehört die Verbreitung eines Vokabulars, das eine wertende Vorbelegung von Inhalten vornimmt. Um sich dessen bewusst zu werden, sammeln wir hier einige Unwörter:
 

Begriff

Indoktrinierende Semantik

Kommentar

Erneuerbare

Da sich diese Energien erneuern, im Gegensatz zu fossilen, suggeriert man Zero- oder Minimal-Impact bei diesen Energien, dazu werden gezählt Wind, PV, Biomasse, Wasser, Geothermie

Wegen der geringen Energie-Ausbeute entsteht extremer volkswirtschaftlicher Aufwand. Ausnahme ist Wasser, das seit jeher verwendet wird.

heimische Erneuerbare

2005 geprägter Ausdruck, der die Unabhängigkeit von Energie-Importen suggerieren soll

Genau das Gegenteil ist der Fall. Kohle haben wir selbst, Uran kann man auf zig Jahre im voraus einkaufen. Unsteter Windstrom zieht GUD-Kraftwerke nach sich, mit denen man extremst von Russland abhängig wird.

Energiewende

Übergang von den klassischen Energieträgern zu den sogenannten Erneuerbaren

Utopie

solares Wasserstoffzeitalter

man erzeugt mit PV-Strom per Elektrolyse Wasserstoff völlig umweltverträglich

wird wohl ein Traum bleiben, PV-Strom ist 25fach teurer als KK-Strom und Elektrolyse ist für die industrielle H2-Erzeugung ungeeignet.

Brennstoffzelle

suggeriert eine neue Energieform

ist lediglich eine (Strom-)Batterie, über die allerdings sehr viel geschrieben wird.

Kyoto

Hoffungsfanal für die Rettung der Welt vor einer vielleicht nicht existent Bedrohung

eigentlich Stadt in Japan

Energiemix

Beimischung von "erneuerbaren" Erzeugungen

Definition bestimmt ursprünglich die Kombination von Grundlast-, Mittellast- und Spitzenlast-Strom erzeugung mit dafür bestmöglich geeigneten Techniken.

Bürgerkraftwerk

Lokale Anleger beteiligen sich an dezentralem "Kraftwerk"

Besser sollte man so was als "Nachbarnschröpfwerk" bezeichnen, den bedienen muss der Nachbar (wir alle) die Kredite über die EEG-Abgaben

kWp

Suggeriert dem potentiellen Solar-Investor eine unrealistische Maximal-Leistung
(kiloWattpeak (Spitze))

Es werden Umgebungsbedingungen als Vorraussetzung für die tatsächliche Leistung definiert, z.B. die Temperatur in Verbindung mit Einstrahlungs-abschirmungswerten definiert, die in der Praxis unmöglich erreichbar sind.

Kombi-Kraftwerk

Kombination von Solar-, Wind- und Pumpspeicherstrom zur Substitution von konventionellen Kraftwerken 

Ypsilanti/Scheer haben erstmalig dieses Modell stark propagiert. Prof. Leonhard von der TU-Braunschweig hat errechnet, was das nur für Hessen bedeuten würden in Pumpspeicherkapazität: 14x Goldisthal (größtes Deutsches). Man könnte z.B. den Main bei Hanau (bis etwa Würzburg aufstauen und müsste 1 Millionen Menschen umsiedeln, um diese Kapazität zu bewerkstelligen. Herstellkosten je kWh > 25 Cent.  (Überbrückung 2 Wochen) (*)

Netzparität

EEG-Strom ist wettbewerbsfähig, wenn er nicht teuerer ist als die mittleren Bezugs-Kosten beim Verbraucher. Also ist defacto keine Subvention mehr gegeben.

1. Neben den Produktionskosten enthalten die Verbraucherpreise u.a. die Kosten für Netz (ca. 7 Cent), Backup (ca. 1 Cent), Schattenkraftwerke (ca. 2 Cent). Auch erhebliche Steuern und sonstige Abgaben sind enthalten. Auch die EEG-Kosten (also die Erlöse für Wind- und Solarstrom) sind dort bereits enthalten.
2. Wenn man also jetzt den EEG-Strom weiter ausbaut, schiebt man dadurch den Durchschnittspreis nach oben, u.U. soweit, bis Netzparität erreicht ist.

Brückentechnologie

Es ist nur eine Frage der Zeit, die "Erneuerbaren" alles leisten und die klassischen PE-Träger obsolet werden, weshalb sie Brückentechnologie genannt werden

Nachts scheint keine Sonne, meistens passt der Wind nicht, Strom kann man nicht speichern.

Die permanenten Erfolgsmeldungen der "Renewables"- Branche lassen den unbedarften Bürger glauben, dass die Chancen real sind. Das man sich hier in in einer Scheinwelt bewegt, die nur von Erträge erwirtschaftender Volkswirtschaft Subventionen abzieht und von (meistens) funktionsfähigen Energie-Versorgungs-Systemem technisch am leben gehalten wird.

(*) um die Irrationalität der Diskussion um Kombi-Kraftwerke deutlich zu machen, sei hier folgende Rechnung aufgeführt:
- Tagesbedarf  Deutschland 1.680 GWh
- Überbrückung von 2 Wochen (stabiles Hochdruckgebiet) einer vollständig auf "erneuerbare" umgestellten Stromwirtschaft würde eine Kapazität von ca. 3.500 PSp-Werken bedeuten, was eine absurde Menge darstellt – derzeit haben wir ca. 15 größere in Deutschland. Wo der Strom für die Befüllung herkäme, ist nicht berücksichtigt.


Ereignis

Indoktrinierende Semantik

Bewertung

Pressemitteilung des BWE – 7.11.2006

Windenergie – der Stromlieferant des Jahrhunderts
2020 überflügelt Windenergie die Kernkraft / 2050 weltweit ein Drittel Windstrom

Heute weltweit weit unter 1%

Pressemitteilung des BWE – 6.11.2006

Windenergie hat zur Stabilisierung des Netzes beigetragen –4.11.06

siehe Startseite.

Bernotat (E.ON) im Interview mit Daniel Wetzel 16.1.2010

Die Energie-Wende ist Realität, ist die zentrale Aussage von Bernotat, die von Daniel Wetzel widerspruchslos hingenommen wurde.
(Daniel Wetzel ist Redakteur bei "Die Welt", die sich (leider nur) in der Vergangenheit als einzige überregionale Zeitung kritisch-ehrlich mit Voltaik und Windkraft auseinandergesetzt hat)

Nachts scheint keine Sonne, meistens passt der Wind nicht, Strom kann man nicht speichern.
Klar ist damit, was das Ziel der Stromkonzerne ist: Mit dem EEG Profit machen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Energie-Sparvorschläge 
Um hier Missverständnissen vorzubeugen: Wir sind für schonenden Umgang mit Ressourcen – und Öl, Gas und Kohle sind letztlich endlich, aber über die letzten 20.000 Jahre ist den Menschen immer noch was neues eingefallen, um sich das Leben erträglicher (was immer das ist) zu gestalten.
“Strom u. Energie“-Sparer sind diejenigen, die das negieren!

Monitor-Größe

Der Strom-Verbrauch eines LCD/TFT ist proportional zum Quadrat der Diagonale. Alle „Stromsparer“ sollten sich deshalb auf einen 12-Zoll-Kuki beschränken. 19-Zoll ist als Luxus anzusehen und gehört verboten

Energie-Sparlampen

Teuer, verbrauchen viel Strom beim Einschalten, fast so viel wie eine Leuchtstofflampe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Das böse, böse CO2
Jeden Tag sind die Medien voll mit CO2-Reduktionsparolen. Es gibt offensichtlich genügend viele Leute, die daran verdienen (neben den Journalisten, die schlechte Nachrichten gebrauchen.
Dreh- und Angelpunkt ist die These der globalen Temperaturerhöhung, bedingt durch industrielle verursachtes CO2 (Kohle- und Erdölverbrennung)
Diese setzte ganz massiv weltweit erst nach dem 2. Weltkrieg ein. Hier dazu eine Tabelle, Quelle Prof. Mahlberg. Der Leser möge seine eigenen Schlüsse ziehen.


 

Das diese Tabelle nur Mitteleuropa enthält, ist kein Schönheitsfehler. Es gibt einen globalen Ausgleich natürlich überlagert durch lokale Faktoren wie Einstrahlwinkel, Durchschnittswolken-Überdeckung, maritimer Einfluß. Insgesamt ist die Tabelle global repräsentativ.

Noch was zu den Polkappen (wenn das Grönlandeis schmilzt, steigt der Meeresspiegel um ca. 7 m)
Es soll ja schmelzen, was man an der wegschmelzenden Polarkappen-Eis-Überdeckung, insbesondere der Arktis ableitet – tut es offensichtlich auch.
Hier ein Bild und eine Kurve vom Berichtspunkt 11/2009. In der Tat ist bemerkenswert, dass zum Herbst 2009 hin die bis dahin schlechtere Kurve von 2007 nicht mehr schlechter liegt als das ansonsten wesentlich bessere aktuelle Jahr. Im November taut es in der Arktis nicht. Wenn dann die Eisüberdeckung schlecht wächst, gibt es dafür nur eine Erklärung: Es schneit zu wenig! Und jetzt sind Latif, Schellnhuber und Co gefordert! Wie kann man aus CO2-Volumenanteilen Schnellfall-Verhinderung bei Temperaturen weit unter Null Grad ableiten (Bei Null Grad Umgebungstemperatur und darunter fällt bis auf ganz außergewöhnliche Wetter-Sonderfälle H2O aus den Wolken als Schnee auf die Erde.


3.11.2009

Daten von nsidc.org

Globaler Klimawandel der Vergangenheit (Auszug aus einem Text von Prof. Hans von Storch)

Das Klimasystem ist ständigen Änderungen unterworfen. Im zyklischen Wechsel von Kalt- und Warmzeiten verändert sich das Eis-Wasser-Verhältnis der Erde. Die in den Kaltzeiten anwachsenden Eismassen und Eisschilde führten weltweit zu einem Absinken des Meeresspiegels (Regression). Umgekehrt schmolz das Inlandeis in den Warmzeiten, was einen Anstieg des Meeresspiegels (Transgression) bzw. Meeresspiegel-Hochstände zur Folge hatte (Streif 2002).
 

Die beiden oberen Kurven der Abbildung zeigen die Änderung der geschätzten Temperatur an zwei Stellen in der Antarktis während der Glaziale/Interglaziale des Quartärs und als Vergleich in der unteren Kurve das geschätzte Anwachsen und Abschmelzen der globalen Eismassen. An den Kurven lässt sich eindeutig die hohe Korrelation von Temperaturänderungen in der Antarktis und dem Volumen der globalen Eismassen und damit dem Meeresspiegel ablesen (Abbildung von Robert A. Rohde nach Petit et al. 1999 und Lisiecki & Raymo 2005).
Auf dem Höhepunkt der letzten Warmzeit (vor etwa 125 000 Jahren) lag der mittlere globale Meeresspiegel wahrscheinlich 4-6 Meter höher als heute. Eisbohrkerndaten deuten darauf hin, dass die durchschnittlichen polaren Temperaturen zu dieser Zeit aufgrund von Abweichungen der Erdbahnparameter um 3 bis 5 °C höher lagen als heute. Ein Anstieg des Meeresspiegels war die physikalische Folge einer solchen Erwärmung. Zum einen nimmt das Volumen des Meerwassers durch seine Erwärmung zu, da Wasser sich durch Erwärmung ausdehnt und zum anderen nimmt die Wassermenge in den Weltmeeren insgesamt zu, vor allem durch das Abschmelzen der Eismassen auf Land. Auf dem Höhepunkt der letzten Kaltzeit hingegen, vor etwa 20 000 Jahren, lag die mittlere globale Temperatur 4 bis 7 °C tiefer als heute und der Meeresspiegel lag 120 m unter dem heutigen. Diese Beispiele machen deutlich, dass Temperaturänderungen in der Erdgeschichte in der Regel mit großen Meeresspiegelschwankungen einhergingen. Änderungen des Meeresspiegels zeigen sich global in Ihrer räumlichen Verteilung jedoch sehr unterschiedlich, weil regional unterschiedliche Erwärmung, eng verknüpft mit Veränderungen der Meeresströmungen die Neigung der Meeresoberfläche beeinflusst. Zudem hebt und senkt sich das Land an manchen Küsten. (Landerer et al. 2007, IPCC 2007).
Seit etwa 11.000 Jahren befinden wir uns im Holozän, der jüngsten Warmphase des seit 2 bis 3 Millionen Jahren andauernden quartären Eiszeitalters. Auch in dieser Warmphase änderte sich das Klima und aus zahlreiche Aufzeichnungen und Untersuchungen von Eisbohrkernen lassen sich kältere und wärmere Epochen ablesen. So war es vor rund 1000 Jahren vermutlich ähnlich warm wie heute (mittelalterliches Optimum), gefolgt von der „Kleinen Eiszeit“, die um 1600 bis 1700 mit Werten um 0,6 °C unter dem heutigen Niveau ihren Tiefpunkt erreichte (Schönwiese 2008). Die Verursachung der Klimaschwankungen jener Zeit ist noch ungenügend geklärt, obwohl der Sonnenaktivität und dem Vulkanismus dabei vermutlich hervorgehobene Bedeutung zukommt (IPCC 2007). Trotz des Wechsels zwischen kälteren und wärmeren Phasen gilt das Klima des Holozäns insgesamt als recht stabil. Mit der Erwärmung gegen Ende der vorhergehenden Eiszeit setzten das endgültige Abschmelzen der großen Eisschilde und ein Meeresspiegelanstieg ein, der mit kurzen Unterbrechungen bis heute andauert. Dadurch wurde auch die Küstenlinie der Nordsee verändert und etwa 600 km landwärts und höher geschoben, bis vor 7 500 Jahren erste Brackwasserüberflutungen das Vorfeld der heutigen Inseln und Halligen erreichten. Mit dem weiteren Anstieg des Meeresspiegels versanken weite Teile der Geestlandschaft, gleichzeitig entstanden neue Landschaftselemente – die heutigen Inseln, Watten und Marschen (Streif 2002).

Ende des Auszuges, Kommentar: Über die Ursachen ist damit nichts gesagt.
(die im Text eingebettete Grafik ist Chronologisch invers, also etwas unüblich, dargestellt.)